Ausstellung von Michelle Kykal und Clara Gott
Gold+Beton, Ebertplatzpassage Köln
15.03. – 04.10.2026
Eröffnung: Freitag, 04.09.2026, 18.00 Uhr
Kuratiert von Marie Sturm
kurz gesagt
Michelle Kykal und Clara Gott stellen im Ausstellungsraum GOLD+BETON aus.
Sie zeigen Zeichnungen von Körpern, Tieren und fantastischen Wesen.
Die Bilder erzählen davon, wie sich Körper und Wesen verändern können.
Die Ausstellung zeigt eine Welt zwischen Wirklichkeit und Fantasie.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Kooperation zwischen dem Gold+Beton und dem kaethe:k Kunsthaus treffen in der Ausstellung Elsewhere die Arbeiten von Michelle Kykal und Clara Gott aufeinander. Zwei Künstlerinnen, die mit sehr unterschiedlichen Bildsprachen arbeiten und doch ähnliche Fragen verfolgen: Was passiert, wenn sich vertraute Grenzen auflösen? Wie verändern sich Körper, Identitäten und Wesen, wenn sie zwischen verschiedenen Zuständen, Formen und Wirklichkeiten stehen?
Kykal und Gott entwickeln eigenständige Bildwelten, in denen Realität und Vorstellung ineinander übergehen. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Beobachtung und Fantasie, zwischen dem wissenschaftlich Anmutenden und dem Unheimlichen. Dabei entstehen Räume, in denen eindeutige Zuordnungen zunehmend verschwimmen und andere Formen von Wahrnehmung möglich werden.
Michelle Kykal widmet sich seit ihrer Jugend intensiv den Themen Flora und Fauna und entwickelt daraus die fantastische Welt „Skuejer“. In ihr leben Gestaltwandler, hybride Wesen zwischen Mensch und Tier, die sich in unterschiedliche magische Kreaturen verwandeln können. Kykals detailreiche Zeichnungen wirken oft wie wissenschaftliche Studien oder Steckbriefe. Jedes Wesen besitzt eine eigene Geschichte und Erscheinung. Ihre Figuren von Anpassung, Veränderung und der tiefen Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. Dabei entsteht eine Welt, in der die Grenzen zwischen den Arten nicht festgeschrieben sind. Kykal lebt und arbeitet in Pulheim bei Köln. Seit 2022 ist sie Künstlerin im kaethe:k Kunsthaus.
Auch Clara Gott beschäftigt sich mit der Frage, was einen Körper ausmacht und wo seine Grenzen liegen. In ihren Zeichnungen verbindet sie Themen aus Neurologie, Traumforschung und verschiedenen Bewusstseinszuständen mit Motiven aus der Popkultur. Menschliche Körper erscheinen fragmentiert, anonym oder in ungewöhnlichen Zusammenhängen. Der reduzierte, teilweise bewusst leblose Comicstil schafft dabei eine eigentümliche Distanz zu den oft komplexen und persönlichen Themen ihrer Arbeiten. Gott ist seit 2021 Künstlerin im kaethe: k Kunsthaus und wird ab Oktober an der Kunstakademie Münster studieren.
Weitere Informationen zur Ausstellung: Gold+Beton